Die Cola-Dose...

 

Bereitgestellt: 18. Februar 2002
Quelle: aus dem Internet


Das Öffnen einer Cola-Dose ist nicht nur eine Wissenschaft für sich, viel mehr verrät es dem geschulten Beobachter etwas über den "Dosen-Öffner"...

Der 08-15-Typ:

Dieser haelt die Dose in einer Hand. Der Daumen wird vor die Dose gebracht und der Oeffner wird mit dem Zeigefinger langsam, unter mittlerem Zischen der entweichenden Kohlensaeure, nach oben gebogen. Sobald die Dose auf ist, wird der Oeffner wieder zurueckgebogen.

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Der coole Typ:

Er oeffnet die Dose mit einer (!) Hand. Dazu klemmt er den Finger unter den Oeffner schwingt die Hand (mit der Cola-Dose) nach oben und reisst sie dann blitzschnell nach unten. Das Zischen der Kohlensaeure ist uebermaessig laut, um auch genuegend Aufsehen zu erregen.

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Der Snob:

Zieht sich erstmal die weissen Handschuhe an und desinfiziert die Cola-Dose mit einem Spray. Dann haelt er die Dose mit einer Hand fest. Mit dem Daumen und dem Zeigefinger packt er den Oeffner (mit ausgespreiztem kleinem Finger, Wichtig!) und zieht den Oeffner so leicht nach vorn, dass kaum ein Zischen wahrzunehmen ist. Dann klappt er den Oeffner zurueck. Er setzt den desinfizierten, vergoldeten Schuett-Aufsatz auf die Dose und schuettet sich einen Schluck in sein Blei-Kristall-Glas.

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Der gewalttaetige Typ:

Er packt die Dose in einer Hand und quetscht sie solange bis der Verschluss durch den Druck wegspringt. Abgesehen von einem leichten Knall ist auch hier kein Zischen zu hoeren.

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Der Bastler:

Baut sich aus Fischer-Technik einen Cola-Dosen-Oeffnungs-Automaten. Das Oeffnen erfolgt ueber einen kranaehnlichen Arm, der ueber der Dose angebracht wird. Bastler, die ueber einen Computer verfuegen, steuern das Oeffnen natuerlich ueber ihre Schnittstelle direkt vom Computer aus. Durch die doch etwas wackelige Konstruktion und dem ungenauen Ansteuern der Schrittmotoren zischt es beim Oeffnen etwas lauter.

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Der Physiker:

Er berechnet den optimalen Aufzieh-Winkel unter Beachtung des geringsten Energie-Aufwandes. Anschliessend leistet er Verformungsarbeit beim Aufziehen des Oeffners. Die Cola ist fuer ihn die unwichtigste Sache ueberhaupt. Ihn interessiert die Vektor-Addition der Kraefte, die beim Oeffnen auftreten oder der Energie-Gehalt des entweichenden Gases. (Wobei er das Gas nachweist!). Das Zischen ist auch nicht lauter als normal.

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Der Sozial-Psychologe:

Versucht die Cola-Dose zu ueberreden, sich von selbst zu oeffnen, Selbstinitative zu ergreifen. Wenn das nach 5 Std. haertester Konversation (sofern man davon sprechen kann, bis jetzt hat noch keine Cola-Dose geantwortet) nichts hilft und die Dose immer noch zu ist, bricht er heulend vor der Dose zusammen. Bis jetzt ist noch kein Sozial-Psychologe gesehen worden, der eine Cola trinkt, daher also auch kein Zischen.

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Der Indianer:

Er macht einen Regentanz um die Dose. Es faengt an zu regnen. Anschliessend wartet er, bis die Cola-Dose genuegend oxidiert ist, bis er sie skalpieren kann. Das Zischen ist bei dieser Methode auch gleich Null.

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Der Proll:

Er setzt die Cola-Dose in einen Dosenhalter im Golf-GTI-Look und holt seinen vergoldeten Dosenoeffner aus der Hose (Aech so, der Dosenoeffner war das..."), an dem Gloeckchen haengen, damit auch alle gucken! Anschliessend setzt er den Dosenoeffner an und hebelt die Dose auf. Beim letzten Hebeln jedoch rutscht er ab und bricht sich die Hand. Beim Trinken reisst er sich die Lippen an den Schnittstellen auf und beim Abnehmen des GTI-Dosen-Halters bricht er sich die andere Hand, worauf er wutentbrannt gegen eine Mauer tritt und sich den Fuss bricht. Aber das Wichtigste: Er ist Mittelpunkt des Abends (und spaeter im Krankenhaus)!

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